Aktuelles

Erstes Vorbereitungstreffen für den 9. November 2018

Ökumenische Einladung zum Vortreffen für den 9.11.18.

Erstes Vorbereitungstreffen am Donnerstag, dem 12. April 2018.

Liebe Interessierte,

Am 9. November 2018 begehen wir den 80. Jahrestag der Reichprogromnacht. Die Reichsprogromnacht 1938 markierte in Deutschland den Beginn der Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten, der bis zu 6 Mio Juden zum Opfer fielen.
Dieser Jahrestag ist ein Anlass, um sich im Jahr 2018 intensiver mit dem Thema Holocaust zu beschäftigen. Viele Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind, haben in ihren Heimatländern nur wenig über den Holocaust erfahren.

Weil die Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Zeit eine Aufgabe höchster Priorität ist, plant der Ökumenische Arbeitskreis Prenzlauer Berg  eine Veranstaltungsreihe, bei der sich Deutsche und Geflüchtete gemeinsam mit dem Thema Holocaust auseinandersetzen. Das Konzept für dieses Projekt soll gemeinsam mit Geflüchteten erarbeitet werden. Gedacht ist an gemeinsame Besuche von Gedenkstätten, Filmvorführungen und Informations- und Disskussionsveranstaltungen.

Am Donnerstag, dem 12. April, gibt es um 19:00 Uhr im Rahmen des Begegnungscafés (Driesener Straße 1) ein erstes Treffen für alle, die Ideen zu diesem Projekt haben und es gern mit entwickeln möchten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. 

Bitte gebt die Einladung auch an Freunde weiter.

Herzliche Grüße
Katharina (Jany)

Ökumenische Gottesdienste im Januar 2018

Liebe Geschwistern in der Ökumenischen Verbundenheit,

in diesem Jahr überschneiden sich die Allianzgebetswoche (13.1. bis 20.1.) und die Gebetswoche für die Einheit der Christen (18.1. bis 25.1.). Ich möchte auf folgende Gebete/Gottesdienste hinweisen.

Mittwoch, 17.1. , 10:30 Uhr Gebetsabend als Brücke der Gebetswoche für die Einheit der Christen und der Allianz-Gebetswoche in Zoar (Cantianstr. 9)

Donnerstag, 18.1., 19:30 Ökumenischer Gottesdienst in der St. Hedwigskathedrale mit Ökumeneempfang des ÖRBB und Verleihung des Ökumenepreises

Samstag, 20.1. 15:30 Uhr Berlinweites ökumenisches Gebetstreffen in Verantwortung des ÖRBB, des internationalen Konventes, Berlin United, Gemeinsam für Berlin und der Evangelischen Allianz  in der Ev. Freikirchlichen Gemeinde Schöneberg, Hauptstr. 125 a.

Es gibt also viele Gelegenheiten, gemeinsam mit anderen für die Einheit der Christen zu beten.

Ich freue mich auf ein Jahr mit vielen guten ökumenischen Begegnungen.

Herzliche Grüße

Katharina Jany

 
 

Weltgebetstag am 2. März 2018

WELTGEBETSTAG am 2. März
01_01_Titelbild_Weltgebetstag_2018Frauen aus Surinam laden ein

Termine:
WGT-Vorbereitungstreffen im Elisabethstift (Eberswalder Straße 17)
Bibelgespräch mit Pfarrerin Almut Bellmann zu Genesis 1,1-2,3 und Vorbereitung des WGT
Donnerstag, 1. Februar, 18:00 Uhr, im Rosencafé

Landesinformation über Surinam, Spiele und Basteln in Vorbereitung des WGT
Sonntag, 25. Februar, Beginn 15:00 Uhr mit einem Mehrgenerationengottesdienst in der Kapelle mit Dörte Maungue, Almut Rheinhardt, Christine Knop und Team

Weltgebetstag am 2. März

WGT-Gottesdienst im Elisabethstift (Eberswalder Straße 17)
10:00 Uhr Gottesdienst in der Kapelle

WGT-Abend in St. Augustinus (Dänenstr. 17/18) 
17:30 Uhr Ankommen mit Kaffee und Kuchen,  Eine- Welt- Stand
18:00 Uhr Bildvortrag über Surinam
19:00 Uhr Gottesdienst  mit anschließendem landestypischer Imbiss

 

Weltgebetstag als gelebte weltweite Solidarität

Der Weltgebetstag wird seit 130 Jahren gefeiert.  Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So entstand die größte Basisbewegung christlicher Frauen weltweit. In der Ökumene im Prenzlauer Berg hat der Weltgebetstag seit vielen Jahren einen festen und besonderen  Platz.
Einige kennen das Format auch bereits von Ihren Großmüttern oder Müttern und erinnern sich an die ungewohnten exotischen Gerüche aus fernen Ländern, die bei der Vorbereitung der Speisen durch die Küche zogen.
Heute ist uns die Welt näher gerückt, wir sind vertrauter mit fremden Ländern und Sitten.
Gewürze und Zutaten für die landestypischen Speisen sind uns leicht zugänglich und  auch die Kenntnis über die Lebenssituation der Frauen und Menschen. Wir wissen aber auch immer genauer, dass die Ressourcen und Möglichkeiten der Teilhabe in der ganzen Welt ungleich verteilt sind und fühlen uns oft nicht gut in unserem Leben auf der „Sonnenseite“, auf Kosten anderer.

Für mich bedeutet der Weltgebetstag Solidarität, eine weltumspannende Solidarität, die uns aus unserer Ohnmacht befreit und eine Solidarität unter uns hier, die verbindet und Spaß macht beim gemeinsamen Beten, Tanzen, Singen und Essen.
Der Weltgebetstagsgottesdienst verbindet uns mit vielen Menschen an anderen Orten der Welt, die zeitgleich mit uns feiern und mit vielen Menschen, die schon lange vor uns den Weltgebetstag gefeiert und wie wir nach Gott und der Gemeinschaft gesucht haben.

Weltgebetstagsvorbereitung an neuem Ort

In der Vorbereitung haben wir uns mit dem Elisabethstift zusammengetan, dem Seniorenheim in der Eberswalder Straße, in dem regelmäßig Gottesdienste und auch alljährlich der Weltgebetstag gefeiert werden.
Die Vorbereitungstreffen finden dieses Jahr erstmals im Elisabethstift statt. Dort gibt es auch einen Vormittagsgottesdienst  am Weltgebetstag für alle diejenigen, denen die Abendveranstaltung zu spät ist.

Neu ist auch der Vorbereitungsnachmittag am Sonntag, dem 25. Februar. An diesem Tag wollen wir den regelmäßig stattfindenden  Mehrgenerationengottesdienst „Brot, Wein und Spiele“ zusammen mit den Bewohnern des Stiftes und dem Eliaskindergarten feiern, dabei die Lieder lernen und singen, tanzen,  landestypische Spiele spielen und die Dekorationen für den Gottesdienst herstellen. Außerdem wird es eine Vorstellung des Landes geben.

Frauen und Männer, Junge und Alte sind herzlich eingeladen zum Weltgebetstag und den Informations- und Vorbereitungstreffen.
Das Vorbereitungsteam des Ökumenischen Arbeitskreises freut sich auf vertraute und neue Gesichter.

Wo liegt Surinam?
Surinam – das kleinste Land Südamerikas – liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Mit seinen rund 540.000 EinwohnerInnen ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Küstennähe, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Paramaribo. In dieser als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Stadt steht die Synagoge neben einer Moschee; christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt.
Wer Lust und Zeit hat, sich schon auf eigene Faust über das Land Surinam und den Weltgebetstag zu informieren kann unter https://weltgebetstag.de  nachschauen. Unter diesem Link finden sich auch Rezepte für landestypische Speisen, die zum Imbiss nach dem abendlichen Gottesdienst gern mitgebracht werden können.

Sylvia Wallau  

 

Begegnungsabend zur Flüchtlingsarbeit unserer Gemeinden: Bilanz und Ausblick

Begegnungsabend zur Flüchtlingsarbeit unserer Gemeinden
Bilanz und Ausblick

Am Donnerstag, dem 3. November, sind alle Helfer in der Flüchtlingsarbeit unserer Gemeinden (von Deutschkursen, Begegnungscafés u.a.) zu einem Begegnungsabend eingeladen. Wir wollen zurück-blicken auf die Aktivitäten für Flüchtlinge, die seit der Öffnung der Notunterkunft in der Wichertstraße im September 2015 entstanden sind. Außerdem wollen wir uns darüber austauschen, wie sich die Flüchtlingsarbeit in Zukunft weiter gestalten kann. Der Abend findet in den Räumen von FreiRaum statt, so dass Gelegenheit besteht, dieses interessante Nachbarschaftsprojekt unter Leitung von Daniel Hufeisen, kennen zu lernen. (www.freiraum134a.de).

Natürlich sind auch Gäste willkommen, die bisher noch keine Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit haben, aber an der Thematik interessiert sind.

Donnerstag, 3. November
19:00 Uhr
FreiRaum
Schönhauser Allee 134 a

Ökumenischer Themenabend: Zukunftsperspektiven für das Zusammenleben mit muslimischen Einwanderern

Liebe Engagierte in der Flüchtlingsarbeit in unserem Kiez,

die Pfarrei Heilige Familie lädt am Donnerstag, dem 19. Mai, herzlich zu einem besonderen Themenabend ein. Die Einladung richtet sich in erster Linie an alle Mitwirkenden in der Flüchtlingsarbeit (Deutschkurse, Begegnungscafés).

Wir erwarten interessante Referenten (siehe unten)

Wir freuen uns auf gute Impulse und einen regen Austausch.

Herzliche Grüße

Katharina Jany

Neue Nachbarn 

Ein Ökumenischer Themenabend über Zukunftsperspektiven für das Zusammenleben mit muslimischen Einwanderern

Am Donnerstag, dem 19. Mai, findet um 19:30 Uhr in den Räumen von Heilige Fa­milie (Wichertstr. 22/23) ein ökumenischer Themen-Abend statt, der sich mit der Frage befasst, wie das Zusammenleben mit muslimischen Einwanderern gelingen kann. Die Veran­staltung wurde von der Katholischen Akademie in Berlin und vom Internationalen Pastoralen Zentrum (IPZ) Berlin konzipiert. Referenten des Abends sind Katrin Visse (Referentin für Islam und Theologie an der Katholischen Akademie in Berlin), Dr. Thomas Würtz, (Islamwissenschaftler  mit den Schwerpunkten islamische Theologie­geschichte sowie Religion und Politik im Nahen Osten)  und Andy Abbas Schulz, (Antigewalt Trainer und Moscheeführer der Sehitlik Moschee in Neukölln).

Der Abend richtet sich speziell an diejenigen, die sich in der Flüchtlingsarbeit en­gagieren, aber auch an alle anderen Interessierten aus der Gemeinde und der Ökumene.

Aktionen zu Weihnachten

Einladungen zum Essen

Als Christen können wir zu Weihnachten ein besonderes Zeichen der Gastfreundschaft für die Flüchtlinge in unserer Nachbarschaft setzen, indem wir sie an den Tagen zwischen dem 25.12. und dem 31.12. zu uns nach Hause einladen. Auf diese Weise erfahren sie, wie wir Weihnachten feiern. Beim gemeinsamen Essen, Spielen, Singen, Fotos anschauen kann man einander näher kommen. Wo eine sprachliche Verständigung schwierig ist, finden sich oft andere Wege.
In den Gemeinden liegen Listen aus, in die Sie sich eintragen können, alternativ können Sie uns über das Kontakt-Formular schreiben. Sie können selbst entscheiden, an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit, Sie wieviele Flüchtlinge von welcher Notunterkunft abholen möchten und zu Hause empfangen möchten. Die Notunterkünfte werden darüber informiert und suchen entsprechende Flüchtlinge heraus. Sofern Sie keine Rückmeldungen erhalten, gehen Sie einfach zu dem von Ihnen angegebenen Zeitpunkt in die entsprechende Notunterkunft und holen Sie sich »Ihre Flüchtlinge« ab.

Weihnachtsfeiern an Heiligabend

Am Heiligen Abend wird es von 15:00 bis 18:00 Uhr für die Flüchtlinge der Malmöer Straße eine Weihnachtsfeier im Pfarrsaal von St. Augustinus geben. Wer dabei mithelfen möchte, schreibe uns bitte über das Kontakt-Formular.  Er erhält dann nähere Informationen.«

Hilfe für Flüchtlinge – Neue Notunterkunft in der Malmöer Straße

Ein Bericht von Katharina Jany:

Nachdem sich das Begegnungscafé und die Deutschkurse für die Flüchtlingsnotunterkunft in der Wichertstraße gut bewährt und eingespielt haben, kam auf uns eine neue Herausforderung hinzu. Am 4. November wurde in der Nähe des Arnimplatzes eine zweite Turnhalle (Malmöer Straße 8-11) als Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. Inzwischen leben hier ca. 200 Flüchtlinge. Die Teilnehmerzahl an den Deutschkursen in Heilige Familie hat sich jetzt auf durchschnittlich 20 Teilnehmer eingespielt. Die Deutschkurse finden jetzt immer montags, dienstags und mittwochs um 19:00 Uhr im Gruppenraum von HF statt. Das Begegnungscafé lädt weiterhin jeden Dienstag zwischen 15:00 und 17:00 Uhr in die Begegnungsstätte Heilige Familie ein und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Begegnungscafé in der KSG/ St. Augustinus

In Kooperation mit der Studierenden Gemeinde und der Evangelischen Gemein­schaft (Driesener Str. 1) wurde am Standort St. Augustinus in den Räumen der KSG ein Begegnungscafé für Flüchtlinge und Nachbarn eingerichtet, das immer donners­tags von 15 bis 17 Uhr stattfindet. Schon zum ersten Termin am 19.11. waren die Räumlichkeiten überfüllt. Ca 15 Helfer aus der KSG, aus der Gemeinde und aus der Ökumene waren gekommen. Ca. 30 bis 40 Flüchtlinge folgten unserer Einladung, darunter auch einige Frauen und Kinder. Auch Leute aus der Nachbar­schaft kamen. Schnell entstand ein reger Austausch, auch dank der guten Englisch-Kenntnisse der Studenten. Wo eine gemeinsame Sprache fehlte, fing man an, Deutsch zu lernen oder miteinander zu spielen. Am Ende gab es viele leuchtende Augen, einen langen Fototermin und glückliche Helfer.

Deutschkurse in der Notunterkunft Malmöer Str. 8-11

Der Beginn unserer Deutschkurse wurde von den Mitarbeitern der Notunterkunft und von den Bewohnern heiß ersehnt. Am 20.11. fand der erste Deutschkurs als Ableger der Deutschkurse in Heilige Familie statt. Mitwirkende der Deutschkurse in HF hatten sich spon­tan bereit erklärt, sich in der neuen Notunterkunft zu engagieren. Die Deutschkurse finden dort direkt vor Ort in der Notunterkunft statt. Die Kooperation mit den Mitarbei­tern der Notunterkunft funktioniert hervorragend. Die Teilnahme am ersten Deutsch­kurs am 20.11. von Seiten der Flüchtlinge war überwältigend. Demgegenüber gab es an diesem Tag nur 5 ehrenamtliche Lehrer. Auf Bitte der Teilnehmer wurde für die ca. 25 Kinder ein extra Unterricht in einem separaten Raum mit 2 Helfern angeboten. Da für die 30 bis 40 Erwachsenen jetzt nur noch 3 junge Leute als Lehrer zur Verfü­gung standen, führten sie einen Frontalunterricht durch. Sie machten das sehr pro­fessionell und hatten selbst viel Freude daran. Auch die Kinder waren hochmotiviert, deutsch zu lernen. Die Deutschkurse in der Malmöer Straße finden vorerst immer montags, mittwochs und freitags von 15 bis 16:30 Uhr statt.

Wir suchen weitere Helfer für beide Standorte

Für die Deutschkurse in der Wichertstraße gibt es zurzeit genug Helfer. Zum Be­ge­gnungscafé in HF werden immer Helfer gebraucht – auch für die Kinderbetreuung. Für die Notunterkunft Malmöer Straße suchen wir Lehrer, aber vor allem auch Personen, die sich während der Deutschkurse intensiv mit den Kindern befassen und viel deutsch mit ihnen sprechen. (Hierfür gibt es einen separaten Raum mit Spiel­sachen und Büchern). Auch beim Begegnungscafé in St. Augustinus  sind wir für jede Unterstützung dankbar. Wer etwas beisteuern möchte, kann Knabberzeug, Kekse oder einfachen Kuchen mitbringen („exotische“ Kuchen wie z.B. Käsekuchen sind bei bei den Flüchtlingen nicht so beliebt). Kinderspiele (Memory, Mensch ärgere dich nicht) sind hilfreich und können mitgebracht werden. Für alle Angebote gibt es Doodle-Listen, die immer aktuell auf der Startseite zu finden sind. Für die einzelnen Angebote gibt es folgende Ansprechpartner:

Deutschkurs in der Wicherstraße (Mo, Di, Mi jeweils 19:00 bis 20:30):
Koordination: Ulrike Fleischer und Team: sprachunterricht[ät]nuk-wichertstrasse.de

Begegnungscafé in der Wicherstraße (Di: 15:00 – 17:00, für Helfer ab 14:00)
Koordination: Daniel Hufeisen: daniel[ät]freiraum134a.de

Deutschkurs in der Malmöer Str. (Mo, Mi, Fr. jeweils 15:00 bis 16:30)
Koordination: Hanna Schuehle: malmoeer-bildung[ät]pankow-hilft.de‪

Begegnungscafé KSG/St. Augustinus (Do: 15:00 bis 17:00, Helfer ab 14:00)
Koordination: Katharina Ginter (KSG): katharina.ginter[ät]charite.de

Info-Kaffee am Sonntag, 6.12. in Heilige Familie

Am Sonntag, dem 6. Dezember, findet nach dem Gottesdienst in Heilige Familie, ab 11:30 ein übergemeindliches Treffen aller Engagierten in Sachen Flüchtlinge statt. Die  Leiterin der Notunterkunft Malmöer Str., Bärbel Behnke, hat ihr Kommen zuge­sagt. Wir hoffen auch, dass der Leiter der NUK Wicherstr. 25 dabei sein kann. Um 12:30 beginnt der offizielle Info-Teil. Vorher besteht die Möglichkeit zum Kaffeetrin­ken und zum persönlichen Austausch. Das Treffen dient der Koordination der unter­schiedlichen Aktivitäten unserer Gemeinden. Die katholische Gemeinde HF erwartet wieder zahlreiche Gäste aus den evangelischen und ev.-freikirchlichen Nachbargemeinden. Insbesondere soll es auch um Überlegungen zum Weihnachtsfest gehen. Bitte bringen Sie zu dem Treffen Kuchen oder belegte Brötchen mit. Helfer zum Aufräumen sind auch sehr willkommen. (Kontakt: katharina.Jany@gmail.com).

Ökumenische Vernetzung

An unserem gemeinsamen Einsatz für die Flüchtlinge erweist sich, wie wichtig eine ökumenische Vernetzung ist. Für unsere Gemeinden stellt die neue Herausforderung eine große Herausforderung und Chance dar. Den Auftrag der Kirchen und Gemein­den sehe ich vor allem darin, Begegnungsräume zu schaffen. Wir werden nicht nur persönliche Beziehungen zu den Flüchtlingen aufbauen, sondern auch gemeinde­übergreifend uns untereinander besser kennen lernen.
Plattform für die Ökumenische Vernetzung ist die Homepage des Ökumenischen Arbeitskreises, die jetzt auch von Daniel Hufeisen mit betreut wird. Über die Home-Page hat man jederzeit Zugriff auf die aktuellen Doodle-Listen.

Katharina Jany

Engagement der Kirchengemeinden für Flüchtlinge

Ein Bericht von Conni Hufeisen:

Am 18. September 2015 wurde in der Wichertstr. 25-29, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie (kurz: HF), eine N​otunterkunft für geflüchtete Menschen (kurz: NUK) eingerichtet. Die Sporthalle der Schliemannschule wurde über Nacht zur Unterkunft für ca. 150 Personen (Männer, Frauen, Familien aus verschiedensten Ländern vom Balkan bis Pakistan) umfunktioniert – ein Kraftakt für alle Beteiligten, v.a. für den Betreiber Candan Ögütcü, Geschäftsführer der miGes gGmbH, und die vielen ehrenamtlichen Unterstützer_innen, die sich spontan zusammengefunden haben. Dass es sich um eine Notunterkunft handelt, bedeutet, dass die Bewohner_innen alle Neuankömmlinge sind, die direkt vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) kommen und hier ihre erste Bleibe, theoretisch bis zur Registrierung und Zuweisung in eine reguläre Unterkunft, finden. Das heißt wiederum, dass die Fluktuation der Bewohner_innen sehr groß ist (etwa 1⁄3 wechselt wöchentlich), aber auch, dass die Menschen hier in einer äußert unsicheren Situation sind. Viele müssen jeden Tag vor dem LaGeSo anstehen, oft wochenlang, um endlich eine Nummer für die Registrierung zugewiesen zu bekommen. Ungewiss ist auch, wie lange sie hier – in dieser lagerähnlichen Massenunterkunft ohne jegliche Privatsphäre – wohnen bleiben müssen. Manche bleiben nur für eine Nacht, andere für Wochen oder gar Monate.

Schnell wurden auch seitens der Kirchen erste Kontakte zum Betreiber, zum Unterstützerkreis und zu den Bewohner_innen hergestellt und überlegt, wie sinnvollerweise durch die Kirchengemeinden Unterstützung geleistet werden kann.

Als erste Initiative startete am 6. Oktober das erste B​egegnungscafé für geflüchtete Menschen und Nachbar_innen in den Räumen der Seniorenbegegnungstätte Hl. Familie. Es findet ab jetzt immer d​ienstags von 15-17 Uhr s​tatt. Sie sind herzlich eingeladen, einfach vorbeizuschauen, um alte und neue Nachbar_innen kennenzulernen. Aber auch ganz praktisch wird noch Unterstützung benötigt z.B. zum Kaffeekochen, Kuchenbacken, Tischdecken und – abräumen.
Koordination: Daniel Hufeisen von FreiRaum

Die Gemeinde HF hat sich außerdem sofort bereiterklärt, einen Raum für D​eutschkurse zur Verfügung zu stellen. Zum ersten Infotreffen am 15.10. kamen rund 30 Personen, so dass schon diese Woche mit den Deutschlerntreffen begonnen werden kann. Die niedrigschwelligen Lerntreffen unter dem Motto “Deutsch sprechen” sollen vorerst immer montags und mittwochs von 19:30 – 21:00 Uhr sowie freitags von 15-16:30 Uhr angeboten werden. Je nach Bedarf und personellen Kapazitäten kann das Angebot später auch auf andere Zeiten ausgeweitet werden. Da auch bei den Deutschstunden das persönliche Gespräch im Mittelpunkt stehen soll, sind auch hier weitere Helfer_innen herzlich willkommen. Vorkenntnisse werden keine benötigt. Wichtig ist vor allem, Geduld, Einfühlungsvermögen und Lust an Sprachen mitzubringen.
Koordination: Ulrike Fleischer von Heilige Familie

Für beide Angebote wird mittels Plakaten und vor allem persönlicher Einladung vor Ort in der NUK eingeladen.

Am Sonntag, 18. Oktober luden die Gemeinde HF und der Ökumenische Arbeitskreis zu einem ersten T​reffen für Interessierte aus den Kirchengemeinden zur Information über die aktuelle Situation und zur Abstimmung weiterer Aktivitäten ein. Ca. 80 Leute versammelten sich, um sich über die aktuelle Situation zu informieren, ihre bisherigen Erfahrungen zu teilen und sich über mögliche weitere Angebote auszutauschen.

Generell ist durch den Unterstützerkreis (5 ehrenamtliche Koordinator_innen, Facebookgruppe mit über 1.200 Mitgliedern) eine sehr gute Versorgung der Unterkunft mit Sachspenden und Ehrenamtlichen vor Ort (Essensausgabe, medizinische Sprechstunde) gewährleistet. Auf Nachfrage beim Betreiber, was wir von Seiten der Kirchengemeinden beitragen können, betonte er, dass wir uns weiterhin in erster Linie um gute persönliche Kontakte und B​egegnungen auf Augenhöhe b​emühen sollten, um den Menschen Selbstachtung und Selbstwertgefühl zu schenken.​ Besonders am Wochenende, wenn das LaGeSo geschlossen hat und alle Bewohner_innen sich in der Unterkunft (ohne Gemeinschaftsräume) aufhalten, fehlt es den Bewohner_innen an Beschäftigungs-, Entspannungs- und Ausgleichsmöglichkeiten.

Hierzu wurden bei dem Treffen weitere Vorschläge gesammelt. Wer Interesse hat, daran mitzuwirken, kann in die E-Mail-Verteiler aufgenommen werden und ist zum nächsten Info- und Austauschtreffen ist am S​onntag, 6.12. um 12:30 Uhr, w​ieder im Pfarrsaal Heilige Familie, eingeladen.

Links, Kontakt:

Notunterkunft:

Begegnungscafé:

Deutsch sprechen:

E-Mail-Verteiler:

Termine:

  • 8.11.2015 11:00 Uhr – Gethsemanekirche: Gottesdienst für und mit Geflüchteten
  • 6.12.2015 12:30 – Heilige Familie: übergemeindliches Info- und Austauschtreffen

Flüchtlingshilfe: Aktuelle Infos und Links

### aktualisiert am 31.1.2017 ###

Überblick:

Auch wenn die Notunterkünfte in der Wichertstraße und in der Malmöer Str inzwischen geschlossen wurden und die Bewohner_innen umziehen konnten, bieten wir weiterhin Begegnungscafés und Deutschkurse an – sowohl für die ehemaligen Bewohner_innen als auch für andere Gäste.

Doodle-Umfragen: Begegnungscafé & Deutsch sprechen

Um die Mitarbeit beim Begegnungscafé und Deutsch sprechen zu planen, bitten wir Sie sich in folgende Doodle-Abfragen einzutragen:

  • Wichertstr – Begegnungscafé:
    1. & 3. Samstag im Monat • 15:00 – 17:00 Uhr
    Doodle für die Helfer_innen-Einteilung (Februar/ März 2017)
    Einladung zum Begegnungscafé Wichertstraße
    Im Pfarrsaal oder der Begegnungsstätte der Katholischen Gemeinde Heilige Familie (Wichertstr. 22).
  • Wichertstr – Deutsch sprechen:
    Montags, Dienstags • 19:30 Uhr
    Doodle für die Einteilung (Februar 2017)
    In den Räumen der Katholischen Gemeinde Heilige Familie (Wichertstr. 22).
  • Begegnungscafé Driesenerstr. + Deutschkurs:
    Donnerstags • 19:00 – 20:30 Uhr
    In den Räumen der Evangelischen Gemeinschaft, Driesener Str. 1

Kontakt:

  • Deutschkurs in der Wichertstraße: Koordination: Ulrike Fleischer und Team – sprachunterricht[ät]nuk-wichertstrasse.de
  • Begegnungscafé in der Wichertstraße: Koordination: Daniel Hufeisen: daniel[ät]freiraum134a.de
  • Begegnungscafé KSG/St. Augustinus: Koordination: Katharina Jany

Wir freuen uns über weitere Unterstützung, Hinweise und Nachfragen!

Christen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

12. Sept 15, Alexanderplatz, Foto JanyAm Samstag, dem 12. Sept- ember fand auf dem Alex- anderplatz das Berliner Fest der Kirchen statt. Der Öku- menische Arbeitskreis Prenzlauer Berg beteiligte sich an diesem Fest mit einer Ausstellung, die zusammen mit dem Ökumenischen Ge- denkzentrum Plötzensee erarbeitet wurde. Gezeigt wurden zehn Portraits von Christen verschiedener Konfessionen, die im Widerstand gegen Hitler ihr Leben verloren.

Die Ausstellung war mit einem Preisrätsel verbunden. Hauptpreis war eine Reise nach Israel/Jordanien. Die Reise wurde von Ökumene-Reisen GmbH gesponsert. Der zweite Preis war eine persönliche Führung durch den Berliner Reichstag mit Bundestagspräsident a.D. Wolfgang Thierse.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Sie ist für die pädagogsche Arbeit mit Jugendlichen geeignet. Sie kann über das Ökumenische Gedenkzentrum Plötzensee ausgeliehen werden.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.